|
Jedem
Venezuela-Reisenden sei dringend empfohlen, einen Abstecher in den
Süden des Landes, in die Gran Sabana mit ihren weltberühmten
Tafelbergen (Tepuis) zu machen. Hier kann man den höchsten
Wasserfall der Erde, den Salto Angel oder Angel-Fall bewundern. Die Gran
Sabana ist eine ausgedehnte Hochebene auf etwa 1000 m Seehöhe, aus der die isoliert
stehenden Tafelberge mit ihren senkrechten Felswänden bis zu 2000 m
empor ragen. Die meisten Tepuis sind schwer zugänglich und nur in
tagelangen Fußmärschen, bzw. mit einem Helicopter erreichbar. Durch
die Isolierung der Hochplateaus, die oft bis 1000 m höher liegen als
das Umfeld der Gran Sabana, konnten sich eine hohe Zahl von endemischen
Tieren und Pflanzen entwickeln, die weltweit nur an diesen eng
begrenzten Stellen vorkommen. Forscher schätzen, das 70 % der
Pflanzenarten endemisch sind. Dieser Umstand hat Experten aus allen
Teilen der Welt angezogen um die Geheimnisse dieser faszinierenden Berge
zu lüften.
Zum Schutz dieser großartigen Landschaft wurde im Jahr 1962 der
Nationalpark Canaima gegründet (drittgrößter Nationalpark der Welt).
Das Schutzgebiet umfasst unter anderem den größten Tafelberg, den
Auyan-Tepui und den darin befindlichen Wasserfall Salto Angel. |
 |
 |
Gewaltige
Wassermassen stürzen vom Hochplateau des Auyan-Tepui etwa
1000 m in die Tiefe. Wir stehen vor dem höchsten Wasserfall der Erde,
dem Salto Angel.
Eine ungeheure Kraft ist spürbar, wenn uns in 200 m Entfernung der
stetige Wind den kühlen Wassernebel ins Gesicht peitscht. Das
dröhnende Getöse der beiden Sturzbäche macht eine Verständigung
nahezu unmöglich. Die Wasser, die aus dem Berg stürzen, zerstäuben
auf halber Höhe, sodass einen Kilometer tiefer nur noch feiner
Nieselregen ankommt. |
| |
* |
|
 |
Links: Die
Laguna Canaima ist der Ausgangspunkt für die Tour zum Angel-Fall. Sie
lädt zum Baden ein, weist aber wegen der großen Dynamik der
einfallenden Flüsse gefährliche Strömungen auf.
Rechts: Die Unterkünfte in Canaima sind einfach und gut an die
Landschaft angepasst. |
 |
| |
* |
|
 |
Links: Die
gewaltigen Wassermengen, die der Rio Carrao in die Lagune einspeist,
erzeugen tückische Strömungen, die man beim Schwimmen beachten muss.
Rechts: Blick
auf die umliegenden Tafelberge im letzten Abendlicht.
|
 |
| |
* |
|
|