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Ziegelstådel Blues

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Dieser Text ist in Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Häftling der Strafvollzugsanstalt "Ziegelstadel" entstanden - September 1999

In mein´ früh´ren  Leb´n, då hat´s nur oanes ´geb´n:
I håb gebugglt mit de Händ, doch am Wochenend´
     då håb i g´soff´n
     ganz furchtbar g´soff´n;
     i håb randaliert und bin explodiert:
     Die Leit´sein g´loffn!

I håb mei Arbeit verlor´n und bin obdåchlos word´n,
i håb mei Stråf´nit dazåhlt - mei Leb´n wår bittakålt.
     då håb i g´soff´n
     ganz furchtbar g´soff´n;
     und wie i aufg´wåcht bin, wår i im Häf´n drin.
     Des håt mi ´troff´n.

           I sing den Ziegelstådel Blues                             
           I sing den Ziegelstådel Blues                                       
           Jetzt håb i´s wårm und hell,
           i wohn´ im Staatshotel.
           Des isch da Ziegelstådl Blues.

A so a Häf´n-Leb´n, des kånn dir sehr viel geb´n
då håt die Seel´ koa Ruh´- du lernsch höchstens wås dazu;
     und kiegsch die Deck´n,
     dånn kånnsch verreck´n.
     I erzähl´ dir wås, du Madl und du Bua,
     jetzt horch zua:

Du lebsch Tür an Tür mit de schweren Bursch´n
trinksch aus dem selb´n Becher mit de grescht´n Verbrecher,
du sitz´sch an der Quelle. Då gibt´s Kriminelle,
wås das Herz begehrt - glatt und verkehrt:
Då gibt´s Profischläger und Frauenjäger,
Rauschgift-Sandler und Wåffenhandler,
Panzerknacker und Motherfucker,
Kårtenleger und Krawattenträger
Knochenbrecher und Messerstecher,
Kerzenständer und Kinderschänder. - - -

           Des isch da Ziegelstådel Blues                                       
           da Ziegelstådel Blues                                       
           Jetzt håb i´s wårm und hell,
           i wohn´ im Staatshotel.
           Des isch da Ziegelstådl Blues.

           Jetzt håb i´s wårm und hell,
           i wohn´ im Staatshotel.
           und sing den Ziegelstådl Blues.