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Schmetterlinge (Lepidoptera) in Costa Rica

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Die Schmetterlinge sind in unglaublicher Vielfalt in den Tropenwäldern vertreten. Den weitaus größten Teil (etwa 80 %) machen die Nachtfalter aus, die dem Laien zumeist verborgen bleiben. Sie sind, wie schon der Name sagt, nachtaktiv und fliegen gerne künstliche Lichtquellen an. So ist es meist Zufall, wenn man Nachtfalter zu Gesicht bekommt. Sie ruhen tagsüber gut getarnt an Felsen, Baumstämmen oder im Blätterdickicht.
Anders hingegen die Tagschmetterlinge. Sie tragen eine meist auffällig bunte Flügelfärbung und sind leicht an Blüten oder an feuchten Wegstellen zu beobachten.

Der Nachtfalter aus der Familie der Augenspinner (Saturniidae) gehört zur Gattung Automeris. Die Hinterflügel tragen große Scheinaugen, die beim plötzlichen Aufklappen der Flügel als Abschreckung dienen sollen. Die Raupen der Automeris-Spinner sind mit langen Dornen ausgestattet, die bei Berührung juckenden Hautausschlag verursachen.
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Dryas julia (links) und Heliconius cf. erato (rechts) sind Vertreter der Familie Heliconiidae, deren Raupen an den Blättern der Passionsblume (Passiflora) leben. Die Falter halten sich gerne in Gärten, aber auch auf Waldlichtungen auf, wo sie im langsamen Flug Blumen besuchen.

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Links: Mit einer Spannweite von bis zu 15 cm gehören die Falter der Gattung Caligo zu den größten Tagfaltern Costa Ricas. Auch diese Arten setzen auf Abschreckung und tragen auf der Unterseite der Hinterflügel ein großes Scheinauge.
Rechts
: Die Raupen der Caligo-Arten fressen an Blättern von Bananengewächsen. 
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Links: Ein unscheinbarer Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae)
Rechts:
Einige Raupen ahmen in Zeichnung und Färbung Vogelkot nach und sind dadurch vor Fressfeinden geschützt, so auch die Schwalbenschwanz-Raupe aus der Familie der Papilionidae.
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Wie die Schmetterlinge selbst, weisen auch ihre Raupen eine unglaubliche Vielfalt von Formen und Farben auf. Sie sind Meister der Anpassung, tragen grelle Abschreckfarben, an die Unterlage angepasste Tarnfarben oder wie auf dem Bild rechts, einen flauschigen Pelzmantel.

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